Von der Idee zum FuE-Projekt

Im Ergebnis der intensiven Netzwerkarbeit der letzten Monate sind die ersten Forschungsprojekte gestartet. Auch in 2022 werden weitere Ideen für innovative Technologien zum Schutz von Wildtieren konkretisiert sowie zusätzliche Partner für Forschungsprojekte auf internationaler Ebene gesucht.

Das Netzwerk wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und koordiniert von der FGMD GmbH. Für weitere Informationen nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

Schäden an Nutztieren

Mit der Ausbreitung des Wolfsbestandes nehmen auch die wolfsverursachten Schäden durch Übergriffe auf Nutztiere zu. Bereits ein einzelner Wolf kann erhebliche Schäden verursachen, wenn er auf ungeschützte Schafe oder Ziegen trifft. Zudem lernen teilweise Wölfe auch, die derzeitig vorhandenen Schutzmaßnahmen zu überwinden, die in vielen Bundesländern als Mindeststandard vorgeschrieben sind, beispielsweise ein 90 cm hoher Elektrozaun.

Auch hierfür könnten neue Technologien und innovative Produkte zur Vergrämung von Wölfen einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Nutztieren leisten.

 

Studie: Einsatz von Schallwellen zur Vogelabwehr

Innerhalb dieser Studie wird die Idee für ein innovatives Gerät untersucht, welches mittels Schallwellen tierschonend Vögel von portalartigen Eingängen an Gebäuden fernhält, beispielsweise bei Bahnhöfen, Einkaufszentren, Flughäfen, Industriegebäuden usw.

Aktuell sind für den wirksamen Einsatz von Schallwellen zur Vogelabwehr nur begrenzte Erkenntnisse vorhanden. Aus diesem Grund werden schwerpunktmäßig die Möglichkeiten, Einflussfaktoren und der Wirkungsgrad von Schallwellen zur Vogelabwehr als Grundlage für ein neuartiges Vogelabwehrgerät erforscht.

Das Netzwerk Human-Traffic-Wildlife wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und koordiniert von der FGMD GmbH. Für weitere Informationen nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

Vogelvergrämung

Auch Vögel verursachen in den verschiedensten Bereichen erhebliche wirtschaftliche Schäden, beispielsweise an Fassaden, Kulturdenkmälern, Industrieanlagen, in Bahnhöfen, aber auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Zudem können sie ungewollt ein großes Sicherheitsrisiko darstellen, beispielsweise beim Überfliegen von Landebahnen auf Flughäfen.

Zur Verbesserung der Lenkung von Vögeln an schutzrelevanten Orten haben es sich die Netzwerkpartner zum Ziel gesetzt, neue Technologien und innovative sowie insbesondere tierfreundliche Produkte zu entwickeln.

 

Forschungsprojekt: Innovatives Wildlenkungssystem

Durch grenzüberschreitenden Wildwechsel steigt zunehmend das Infektionsgeschehen in Deutschland bei Tierseuchen an. Zur Eindämmung erfolgt aktuell der Aufbau von Wild- und Elektrozäunen. Diese Methode ist sehr aufwändig sowie kostenintensiv und nicht an allen Orten möglich.

Deshalb soll innerhalb dieses Forschungsprojektes eine neue Technologie entwickelt werden, bei dem die Vergrämung von Wild mittels Duftkörper erfolgt, welche maschinell ausgebracht werden können. Im Ergebnis entsteht ein durchgängiger „virtueller Wildzaun“ mit erhöhter Wirkungsdauer, auch entlang von schlecht erreichbaren Arealen.

Das Netzwerk Human-Traffic-Wildlife wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und koordiniert von der FGMD GmbH. Für weitere Informationen nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

Schutzzäune gegen Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen (Kopie)

Zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) werden vielerorts Schutzzäune errichtet. Damit sollen Wildschweine als Krankheitsüberträger von den jeweiligen Gebieten ferngehalten werden. Allein entlang der Grenze zu Polen wurde deshalb ein etwa 255 km langer und 1,20 m hoher Zaun gebaut. Neben den hohen Kosten sind damit auch Risiken für andere Wildtiere verbunden. Beispielsweise können Rehe diese Zäune nur schwer überwinden.

Hier könnten neue Technologien und innovative Produkte zur Wildlenkung bzw. Wildfernhaltung aus bestimmten Gebieten einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz leisten.

 

Neuer Know-How-Partner: DIFITEC GmbH

DIFITEC ist ein innovatives Unternehmen, dass nutzerfreundliche Bedienoberflächen (GUI) realisiert, neuartige Applikationen auf dem Gebiet der Embedded Software sowie Audio- und Videotechnologien entwickelt und vertreibt. Weitere Informationen: www.difitec.de

 

Neuer Know-How-Partner: reinhöfer electronic GmbH

Das familiengeführte Traditionsunternehmen ist bereits seit 75 Jahren in der Produktion von Hochfrequenz-, Licht-, Laser-, Solar und Röhrentechnik, sowie elektronischen Baugruppen tätig. Die Kompetenzen des Unternehmens liegen dabei in der Elektronikbestückung, Kabelkonfektion, Spulenwicklung, Kunststofffertigung, sowie im Werkzeugbau. Durch die Kombination dieser Bereiche in einem Haus wird es möglich ein Leistungsspektrum von der Entwicklung über die Fertigung bis hin zum After-Sales-Service anzubieten. Weitere Informationen: www.reinhoefer.de

 

Neuer Know-How-Partner: ECTC Steuerungstechnik GmbH

Mit der ECTC Steuerungstechnik GmbH konnte ein weiterer Know-How-Partner gewonnen werden. Das Unternehmen ist ein kompetenter Partner im Bereich der Funkfernsteuerung und Arbeitsbereichbegrenzung von Kranen, sowie sonstigen Bau- und Forstmaschinen. Das Leistungsspektrum beinhaltet den Vertrieb der Anlagen, sowie Service, Wartung und Reparatur der Produkte. Die hausinterne Entwicklungsabteilung ist kontinuierlich mit der anforderungsspezifischen Verbesserung der Produkte befasst. Weitere Informationen: www.ectc.de

 

Neuer Know-How-Partner: Vision & Control GmbH

Mit der Vision & Control GmbH konnte ein weiterer Know-How-Partner gewonnen werden. Die Vision & Control GmbH hat über 25 Jahre Erfahrung in Entwicklung und Vertrieb von industriellen Systemen zur Bildverarbeitung. Die kompetente Beratung gehört dabei ebenso zum Leistungsspektrum wie der Support im Einsatz der Produkte. Weitere Informationen: www.vision-control.com

 

Deutscher Jagdverband unterstützt Forschungsnetzwerk

Im Oktober 2019 nahm der Deutsche Jagdverband (DJV) am ersten Treffen des internationalen Innovationsnetzwerkes Human-Traffic-Wildlife teil. Susann Krüger, DJV-Referentin für Wildökologie und Wildtiermanagement, stellte das Tierfund-Kataster vor. Das seit 2016 bundesweit aufgestellte Projekt ermöglicht erstmalig eine einheitliche Erfassung von Wildunfällen. Die Daten ermöglichen es langfristig, Wildunfallschwerpunkte wissenschaftlich zu ermitteln.

Komplette News unter: www.jagdverband.de

 

1. Netzwerktreffen am 08.10.2019

Die erste Begegnung der Netzwerkpartner fand im barocken Jagdschloss Moritzburg statt. Neben interessanten Fachvorträgen zur Thematik „Vermeidung von Wildunfällen und Lenkung von Wildtieren“ wurden die Zielstellungen der gemeinsamen Forschungsarbeit erörtert. Vielen Dank an die Referenten:

Beim anschließenden Get-together und der Besichtigung des Schlosses mit seiner Sammlung an teils kuriosen Jagdtrophäen erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über das Leben und die Jagdleidenschaft von August dem Starken.

Im internationalen Innovationsnetzwerk Human-Traffic-Wildlife sollen neue Technologien zur Wildlenkung entwickelt werden, um damit einen Beitrag zur Unfallvermeidung in den immer enger werdenden gemeinsamen Lebensräumen zu leisten.

Das nächste Treffen ist bereits im Februar 2020 geplant.

Das Netzwerk wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und koordiniert von der FGMD GmbH. Für weitere Informationen nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

 

Neuer Know-How-Partner: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Ein weiterer Know-How-Partner konnte gewonnen werden. Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ist eine bedeutende wissenschaftliche Institution für moderne Veterinärmedizin, mit einer Tradition die bis ins Jahr 1778 zurückreicht. Diese Kompetenz macht sie zu einem zuverlässigen Partner für das Netzwerk. Weitere Informationen: www.tiho-hannover.de

 

Neuer Know-How-Partner: ORNITEC GmbH

Mit der ORNITEC GmbH konnte ein Know-How-Partner gewonnen werden. Die ORNITEC GmbH bietet ein breites Portfolio an Produkten zur Vergrämung von Vögeln. Dabei wird der Schwerpunkt auf schonende Methoden gelegt, welche zur Folge haben, dass die Tiere einen zu schützenden Bereich von sich aus, als unattraktiv einstufen. Weitere Informationen: www.ornitec.de